A reflective cover image showing a Chinese woman standing between traces of the past and a modern cityscape, symbolizing the complex forces behind success, including timing, opportunity, judgment, and personal effort.

Von Jane Sonnenschein · 9. April 2026

Gestern habe ich einen Artikel mit dem Titel Warum sind chinesische Eltern heute so extrem auf Konkurrenz ausgerichtet? Chen Lihuas Generation hat die Antwort längst gegeben geschrieben.

In den Kommentaren auf Xiaohongshu – einer chinesischen Lifestyle- und Social-Media-Plattform, die oft ungefähr mit einer Mischung aus Instagram und Pinterest verglichen wird – fragte mich jemand:

„Weißt du eigentlich, wie sie ihr erstes Vermögen gemacht hat? Welcher Mensch mit einem Vermögen von mehreren Dutzend Milliarden ist denn allein durch harte Arbeit so weit gekommen?“

Und dann kam noch der Hinweis hinterher, ob ich vielleicht so lange in Deutschland gelebt hätte, dass ich inzwischen naiv geworden sei.

Als ich diese Kommentare gelesen habe, war meine erste Reaktion gar nicht Ärger. Im Gegenteil, ich fand sie sogar ziemlich interessant.

Denn mir fällt immer wieder auf, dass Menschen Erfolg besonders gern auf eine einfache Entweder-oder-Frage reduzieren: Entweder jemand hat es durch harte Arbeit geschafft oder durch seinen Hintergrund. Entweder durch Können oder durch Beziehungen.

Aber die Wirklichkeit ist fast nie so einfach. Und wenn jemand am Ende ein Vermögen im Bereich von mehreren Dutzend Milliarden aufbaut, lässt sich das erst recht nicht mit einer einzigen Erklärung erfassen.

Als Kind habe ich sehr gern alte Fernsehserien aus Hongkong geschaut.

Darin gab es oft eine bestimmte Art von Figur: Jemand ist in jungen Jahren bitterarm, besitzt praktisch nichts, arbeitet als Lehrling, auf einer Baustelle oder in einem kleinen Laden am Straßenrand und schlägt sich langsam durch. Dann kommt irgendwann ein Wendepunkt. Plötzlich geht es um Immobilien, Handel oder Fabriken, und innerhalb weniger Jahre wirkt es, als hätte irgendeine Kraft das ganze Leben dieser Person mit einem kräftigen Schub nach vorn bewegt.

Früher dachte ich manchmal: Ist das nicht ein bisschen zu legendär für eine Fernsehserie?

Später habe ich langsam verstanden, dass gerade die Tatsache, dass solche Geschichten immer wieder erzählt wurden, wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass es in jener Zeit tatsächlich viele reale Vorbilder für solche Lebenswege gab.

Die Generation von Li Ka-shing ist dafür ein sehr typisches Beispiel.

Heute sehen die meisten Menschen nur noch, wie weit oben er schließlich angekommen ist. Dabei wird leicht übersehen, dass er nicht von Anfang an über die Ressourcen verfügte, die wir heute mit seinem Namen verbinden. Zunächst musste er überhaupt überleben, dann etwas aufbauen und erst danach konnte daraus etwas wirklich Großes werden.

Was seinen enormen Aufstieg möglich machte, war nicht einfach nur „Fleiß“. Er lebte genau in jener Phase, in der sich Hongkongs Industrie und Immobilienmarkt rasant entwickelten. Er erwischte diese Welle – und hatte zugleich den Mut, in dem Moment hineinzugehen, als sie kam.

Je länger ich darüber nachdenke, desto stärker glaube ich: Wenn jemand in eine Vermögensdimension von mehreren Dutzend Milliarden vorstößt, kann man das nicht mehr mit dem Wort „Anstrengung“ erklären.

Wenn jemand einige Hunderttausend oder ein paar Millionen verdient, lässt sich vieles vielleicht noch hauptsächlich mit persönlicher Fähigkeit erklären. Bei mehreren Dutzend Millionen kommen meist schon Glück und gutes Urteilsvermögen hinzu. Aber sobald wir über Vermögen in der Größenordnung von mehreren Dutzend Milliarden sprechen, muss fast immer auch die Zeit selbst auf der Seite dieser Person gestanden haben.

Ohne eine solche Welle würde sich für viele Menschen die eigene Obergrenze niemals öffnen. Ohne das riesige Fenster, das eine bestimmte historische Phase bietet, kann selbst ein sehr fähiger Mensch sein Leben möglicherweise nie auf dieses Niveau bringen.

Wenn man allerdings nur bis hierhin denkt, landet man schnell beim nächsten Extrem: als müsste nur der richtige Wind kommen und schon könnte jeder fliegen.

So funktioniert die Realität ebenfalls nicht.

Näher an der Wahrheit ist für mich diese Formulierung: Die Chancen einer bestimmten Zeit entscheiden darüber, ob sich die persönliche Obergrenze überhaupt öffnen kann. Die eigenen Fähigkeiten und der Charakter entscheiden darüber, ob man diese Chance erkennt, wie viel man davon auffangen kann und wie weit man damit kommt.

Ohne diesen Wind würden viele Menschen niemals so hoch steigen. Aber wenn Fähigkeit, Mut, Urteilskraft und die innere Tragfähigkeit fehlen, kann selbst ein Wind, der direkt auf einen zukommt, am Ende kein Glück, sondern ein Unglück sein.

Dabei muss ich an meinen Vater denken.

Er hatte Chemie an der Zhejiang-Universität studiert. In seiner Generation hatte ein solcher Abschluss ein enormes Gewicht.

Später arbeitete er sein ganzes Berufsleben in der chemischen Industrie. Technisch war er wirklich sehr stark, und wenn in der Praxis ein Problem auftrat, war er jemand, der es tatsächlich lösen konnte.

In einem Werk war er einmal Leiter der Produktionsabteilung. Die Fabrik stellte Natronlauge her, also ein durchaus gefährliches industrielles Produkt.

Einmal kam es zu einem schweren Chlorgasaustritt. Die Lage war äußerst ernst. Es hätte Menschenleben kosten können, und auch die Reisfelder in der Umgebung hätten großflächig geschädigt werden können.

Wann immer in der Fabrik etwas wirklich Großes schiefging, war mein Vater der Erste, an den man dachte, wenn jemand die Situation retten sollte.

Wenn eine Krise besonders ernst wurde, setzte man ihn plötzlich auf eine höhere Position und ließ ihn die Probleme lösen. Eine Zeit lang machte man ihn sogar zum stellvertretenden Fabrikdirektor. Sobald die Krise vorbei war, wurde er jedoch wieder zurückgesetzt und machte weiter mit der anstrengendsten, gefährlichsten und zugleich am wenigsten sichtbaren Arbeit.

Später habe ich verstanden, dass das Problem meines Vaters nie darin lag, dass er zu wenig konnte.

Eigentlich war eher das Gegenteil der Fall: Er konnte zu viel und war gleichzeitig zu geradlinig.

Er war ein typischer Intellektueller der alten Schule. Fachlich sehr solide, als Mensch sehr ehrlich, aber nicht gut darin, sich strategisch zu bewegen, Beziehungen zu pflegen oder im richtigen Moment die eigene Leistung sichtbar zu machen. Auch meine Mutter war niemand, der im Hintergrund Beziehungen knüpfte oder für die Familie strategisch etwas einfädelte.

Das Ergebnis war, dass manche Menschen, die fachlich gar nicht besonders herausragend waren, dafür aber besser darin, sich im System zu bewegen, immer weiter aufstiegen. Sie bekamen eine Wohnung nach der anderen zugeteilt, und ihr Leben wurde Stück für Stück komfortabler.

Menschen wie mein Vater dagegen wurden immer dann nach vorne geschoben, wenn es besonders schwierig, besonders gefährlich oder besonders dringend war. Sobald das Problem gelöst war, verschwanden sie wieder im Hintergrund.

Später ging mein Vater als technischer Berater in die Fabrik, in der meine Mutter arbeitete, und auch dort schaffte er es ziemlich schnell, die Produktion zu steigern.

Gerade deshalb bin ich mit den Jahren immer stärker zu der Überzeugung gekommen, dass die Frage, ob jemand wirklich etwas aufbauen kann, niemals nur von seiner Fähigkeit abhängt.

Fähigkeit ist wichtig. Die Zeit ist wichtig. Aber genauso wichtig sind Charakter, Entschlusskraft, der Umgang mit Beziehungen, die Frage, ob die eigene Familie im Hintergrund mitdenkt und unterstützt, und sogar, ob man bereit ist, sich in der Art zu zeigen, die ein bestimmtes System gerade belohnt.

Manche Menschen verlieren nicht, weil sie nicht klug genug wären.

Und auch nicht, weil sie sich nicht genügend angestrengt hätten.

Manchmal verlieren sie einfach deshalb, weil sie nicht genau der Typ Mensch sind, den eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes System besonders gern belohnt.

In meiner Familie gibt es dafür noch ein sehr konkretes Beispiel: den Wohnungskauf.

Unter den damaligen Kollegen meines Vaters gab es viele ganz normale Angestelltenfamilien. Manche hatten keineswegs eine besonders große Weitsicht oder außergewöhnliche Erkenntnisse. Sie brauchten einfach eine Wohnung, nahmen ihren Mut zusammen und kauften.

Als die Immobilienpreise später stark stiegen, veränderte diese eine Wohnung das Leben vieler dieser Familien erheblich.

Meine Eltern dagegen waren immer eher vorsichtig. Sie wollten noch warten, noch beobachten und noch ein wenig überlegen.

Als sie sich schließlich wirklich zum Kauf entschlossen, waren die Preise bereits auf ihrem Höchststand. Sie hatten nicht nur den größten Teil dieses wirtschaftlichen Aufschwungs verpasst, sondern mussten am Ende sogar eine deutlich größere finanzielle Belastung tragen.

Waren sie deshalb nicht fleißig?

Natürlich waren sie das.

Waren sie nicht intelligent?

Auch das nicht.

Ihr Charakter war einfach stärker auf Sicherheit, Vorsicht und Risikovermeidung ausgerichtet.

Und in einer Phase, in der diejenigen besonders belohnt wurden, die schnell handelten und Entscheidungen wagten, konnte genau diese vorsichtige Haltung dazu führen, dass man Chancen verpasste.

Deshalb tue ich mich inzwischen immer schwerer mit der Vorstellung: Wenn jemand erfolgreich geworden ist, dann eben deshalb, weil er sich mehr angestrengt hat.

In der Realität passiert sehr oft etwas ganz anderes.

Manche Menschen arbeiten hart und sind sehr fähig, erwischen aber nicht den richtigen Zeitpunkt. Andere sind vielleicht gar nicht klüger als alle anderen, treffen aber in einem entscheidenden Moment eine Entscheidung – und ihr ganzes Leben verändert sich dadurch.

Diese Logik ist auch heute nicht verschwunden.

Nur die Schauplätze sind andere geworden.

Nehmen wir zum Beispiel wēishāng¹.

Viele aus der ersten Generation, die damit anfingen, verdienten tatsächlich sehr gut. Doch als später plötzlich jeder dasselbe machen wollte, brachte dieselbe Anstrengung und dasselbe Investment längst nicht mehr denselben Ertrag.

Oder nehmen wir WeChat Official Accounts – die Veröffentlichungsfunktion innerhalb von WeChat, die Elemente von Newsletter, Blog und Social-Media-Abonnement miteinander verbindet.

Vor einigen Jahren bestanden die meisten Accounts, denen ich folgte, aus Menschen, die ernsthaft lange Texte schrieben. Man folgte jemandem, weil man diese Person mochte, ihre Gedanken interessant fand oder ihre Art zu schreiben schätzte.

Heute sieht die Plattform ganz anders aus.

Überall begegnen einem Inhalte wie „So lernst du schreiben“, „So baust du einen Account auf“ oder „So verdienst du damit Geld“.

Selbst die Atmosphäre der Plattform hat sich verändert.

Früher sah man dort nur selten überall Beiträge darüber, wie andere schreiben oder Geld verdienen sollen. Heute wirkt es fast, als wäre die Plattform davon überschwemmt.

Manchmal reicht jemandem ein einziger Satz und ein Bild, um Hunderttausende Aufrufe zu bekommen. Gleichzeitig kann jemand mehrere Tausend Wörter sehr sorgfältig schreiben – und fast niemand sieht den Text.

Das liegt nicht daran, dass plötzlich jemand dümmer geworden wäre.

Und auch nicht daran, dass jemand plötzlich nicht mehr schreiben kann.

Die Regeln haben sich verändert. Das Angebot hat sich verändert. Die Vorlieben der Plattform haben sich verändert. Und auch der Ort, an dem die eigentliche Chance liegt, ist weitergezogen.

Deshalb glaube ich immer stärker an etwas:

Wenn in einem Bereich plötzlich sehr viele Menschen anderen erklären, „wie man es macht“, ist die eigentliche goldene Phase oft schon vorbei.

Als ich an diesem Punkt angekommen war, hatte ich plötzlich kaum noch Lust, mit den Menschen in den Kommentaren zu diskutieren.

Denn eigentlich hatten sie nur zur Hälfte recht.

Ja, ein Mensch baut kein Vermögen von mehreren Dutzend Milliarden allein durch harte Arbeit auf.

Aber wenn man wiederum alles einfach auf „Hintergrund“ oder „Beziehungen hinter den Kulissen“ reduziert, weicht man einer anderen komplizierten Wahrheit aus: Selbst wenn dieselbe Zeit dieselben Chancen bietet, ist längst nicht jeder in der Lage, daraus mehrere Dutzend Milliarden zu machen.

Manche Menschen sehen den Wind gar nicht.

Andere sehen ihn, trauen sich aber nicht hinein.

Manche gehen hinein, können das, was danach kommt, aber nicht tragen.

Und wieder andere sind durchaus fähig, verpassen die Chance jedoch wegen ihres Charakters, ihrer Art mit Menschen umzugehen oder ihrer Entscheidungen in entscheidenden Momenten.

Deshalb frage ich mich heute nicht mehr: Was ist wichtiger – harte Arbeit oder der eigene Hintergrund?

Denn die Frage selbst ist falsch gestellt.

Näher an der Realität ist für mich:

Die Chancen einer Zeit entscheiden darüber, ob sich deine Obergrenze überhaupt öffnen kann. Deine Fähigkeiten entscheiden, ob du eine Chance greifen kannst. Dein Charakter und deine Entschlusskraft entscheiden, ob du sie in dein eigenes Schicksal verwandeln kannst. Und Glück entscheidet darüber, ob du genau in dem Moment dort stehst, in dem der Wind kommt.

Natürlich schreibe ich das nicht, um zu sagen: Wenn die Chancen einer Epoche so wichtig sind, dann hat Anstrengung keinen Sinn mehr und wir können uns alle einfach tǎng píng².

Darum geht es überhaupt nicht.

Im Gegenteil. Ich glaube inzwischen, dass die eigentliche Frage nie war, ob wir uns anstrengen sollten, sondern wie wir Anstrengung verstehen.

Lange Zeit haben viele Menschen harte Arbeit fast für allmächtig gehalten. Als müsste das Schicksal einen irgendwann zwangsläufig belohnen, wenn man nur hart genug arbeitet, genug leidet und sich genug diszipliniert.

Heute kippen viele Menschen leicht in das andere Extrem: Wenn sich die Zeit verändert hat und es weniger große Chancen gibt, hat Anstrengung dann überhaupt noch einen Sinn?

Ich halte beide Vorstellungen für zu absolut.

Anstrengung hat natürlich einen Sinn.

Oft bedeutet Anstrengung vor allem, die eigene Kraft langsam aufzubauen.

Die Bücher, die man gelesen hat, die Dinge, die man getan hat, die Fähigkeiten, die entstanden sind, die Urteilskraft, die man trainiert hat, und selbst die Schwierigkeiten, die man durchgestanden hat, verwandeln sich vielleicht nicht sofort in sichtbare Ergebnisse.

Aber all das formt einen Stück für Stück.

Wir müssen vielleicht nur akzeptieren, dass Anstrengung kein Generalschlüssel ist.

Sie garantiert keinen Erfolg.

Sie garantiert auch nicht, dass sich das eigene Leben eines Tages plötzlich komplett dreht.

Aber wenn man völlig aufgibt und nichts mehr aus sich entwickelt, kann es passieren, dass irgendwann tatsächlich eine Gelegenheit auftaucht und der Wind wirklich kommt – und man nicht einmal mehr die Fähigkeit besitzt, ihn zu sehen, ihn zu erkennen oder ihn festzuhalten.

Ich erinnere mich bis heute an einen Satz, den jemand aus meiner Branche 2019 zu mir gesagt hat.

Er sagte, er wisse nicht, wie die Zukunft aussehen werde. Aber eines wisse er: 2019 werde das beste Jahr der nächsten zehn Jahre sein.

Dieser Satz ist mir damals sehr im Gedächtnis geblieben.

Nach allem, was in den vergangenen Jahren passiert ist, verstehe ich sein Gewicht heute viel besser.

Zeiten verändern sich.

Der Wind dreht sich.

Chancen verändern sich.

Und manche Fenster schließen sich wirklich endgültig, wenn sie einmal vorbei sind.

Aber genau deshalb dürfen wir uns selbst nicht zu Menschen werden lassen, die völlig unvorbereitet sind, keine Kraft aufgebaut und keine eigene Urteilskraft entwickelt haben.

Vielleicht müssen wir heute weder blind an harte Arbeit glauben noch sie vorschnell für sinnlos erklären.

Vielleicht sollten wir lernen, gleichzeitig klar zu sehen und trotzdem weiterzuwachsen.

Klar genug, um zu wissen, dass nicht jede Anstrengung denselben Ertrag bringt.

Und gleichzeitig weiter so zu wachsen, dass wir den Chancen gewachsen sind, die vielleicht irgendwann tatsächlich kommen.

Denn Chancen gehören nicht automatisch den Menschen, die sich am meisten anstrengen.

Aber sie kommen oft eher zu denen, die bereits vorbereitet sind.

Wie Louis Pasteur es sinngemäß formulierte:

„Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist.“


Anmerkungen

1. Wēishāng (微商) – Wörtlich etwa „Mikrohandel“. Der Begriff bezeichnet eine Form des sozialen Verkaufs, die in China vor allem über persönliche Netzwerke und besonders über WeChat verbreitet wurde. Verkäufer boten Produkte häufig über ihre Kontakte und ihren sozialen Feed an, anstatt über einen klassischen Onlineshop. In der frühen Boomphase konnten manche damit erhebliche Umsätze erzielen; mit zunehmender Verbreitung nahm jedoch die Konkurrenz stark zu und die frühen Vorteile ließen sich immer schwerer wiederholen.

2. Tǎng píng (躺平) – Wörtlich „sich flach hinlegen“ oder „liegen bleiben“. Der Ausdruck wurde in China als Bezeichnung für eine Haltung populär, bei der Menschen sich bewusst dem ständigen Konkurrenzdruck, Überarbeitung und traditionellen Vorstellungen von Aufstieg und Erfolg entziehen. Je nach Zusammenhang kann damit einfach ein bescheideneres, weniger leistungsorientiertes Leben gemeint sein oder auch eine grundsätzlichere Ablehnung des Drucks, ständig mehr leisten, konsumieren und gesellschaftlich aufsteigen zu müssen.

Dieser Text ist auch in anderen Sprachen verfügbar:

Chinesische Version: 陈丽华能赚上百亿,难道靠的只是努力拼搏?90%的人都忽略了这两点

Englische Version: Did Chen Lihua Build a Fortune Worth Tens of Billions Through Hard Work Alone? 90% of People Overlook These Two Things

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